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Brauchtumsabende der Rämässerzunft Ringsheim mit Tänzen, Vorträgen und der Vorstellung der neuen Königin.

Ein richtiger Hingucker beim Brauchtumsabend war das schaurig-schöne Gruselballett.

RINGSHEIM. Zwei Tage lang war am vergangenen Wochenende das Ringsheimer Bürgerhaus beim Brauchtumsabend der Rämässerzunft fest in Narrenhand. Gelüftet wurde auch das Geheimnis um die neue Rämässerkönigin: Mantel und Krone wechselten von Evelyne Gantert zu Sonja I. (Sonja God).

Markus God führte mit seinen "Lehrlingen", den beiden Jung-Rämässern Janik God und Markus Göppert, durch das Programm. Die beiden Urfasnachter Ruth und Hans-Dieter Volz und der Spielmannszug unterstützten das närrische Volk bei der Intonation des Rämässer-Liedes. Der Narrensome (Leitung Ruth Volz) wuselte in Clownkostümen über die Bühne und erhielt einen kräftigen Applaus. Zehn hübsche Gardemädchen unter der Leitung von Sybille Friedmann legten danach einen flotten Tanz auf die Bühne.

Die zwei "Brudligie" (Sybille Friedmann und Volker Kern) berichteten über ihre Tätigkeit als Umzugshelfer ins neue Rathaus und stellten fest, dass es mit der Hilfsbereitschaft der Rathäusler nicht weit her gewesen sei. Die krampfhafte und erfolglose Suche nach einheimischen Sargträgern wurde ebenfalls aufgetischt, wie das "teure Gemälde" im Eingangsbereich des renovierten Rathauses. Nach dem Tanz der "No Name Rämässer" (Leitung Ruth Volz) waren "Menschen, Bilder, Emotionen" das Thema der "Rämässer United", in dem bekannte Szenegesichter wieder auflebten. Moderator Günter Jauch (Christian Weber) holte den Topstar Lena Meyer-Landrut (Jasmin Nopper) auf die Bühne. Mit einem umjubelten Auftritt stellte Jasmin Nopper ihre Gesang- und Schauspielqualitäten unter Beweis. Narumol (Tobias Hug) und Josef (Florian Müller), das Kultduo aus "Bauer sucht Frau", waren die nächsten Stargäste. Das Paar lieferte sich dann noch ein Duell mit Fernsehkoch Johann Lafer (Christian Müller), wobei Lafer entsetzt reagierte, als Narumol eine Currywurst förmlich exekutierte. Zum Schluss sorgte DJ (Sebastian Singler) für gute Laune.

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Eine eindrucksvolle Schau gelang den "Los Tiquillas" (Männer des TuS) mit ihrer Schwarzlichtshow "Mexikanische Hühner" (Leitung Julia Römer). Wenn die "Kahlenbergkrabben" auf die Bühne kommen, geht es ans Eingemachte, denn sie nehmen kein Blatt vor ihren Schnabel. Von oben betrachtet sei der "Krüppel" des neuen Lindenbaumes in der Herrenstraße eine Zumutung als Landeplatz für Krabben, meinten sie zum Beispiel. Und sie stellten die Frage, ob es im neuen Hotel an der B 3 etwa einen Swingerclub geben könnte? Erfahren hatten sie auch, dass einem Jubilar zum 85. Geburtstag von der Gemeinde statt der Glückwunschkarte versehentlich die Rechnung für das Geschenk überreicht wurde. Und beim Irischen Abend des Kulturkreises sei die Truppe offensichtlich überfordert gewesen, meinten die Narren.

Die Rämässer-Chicks führten danach in ihren Elfenkostümen einen ausdrucksstarken Elfentanz auf. Der Auftritt der Uralt-Hästräger mit "Frau Wäber" (Hans-Peter Göppert) befasste sich mit der Ringsheimer Gewerbeinfrastruktur. Sie kamen zum Fazit, dass der Grundbedarf durch den Ringsheimer Einzelhandels gedeckt sei. Volker Kern trat in bewährter Art wieder als Bürgermeister-Imitator auf. Als "Fasenthasserin" trat Eva Löhrmann in die Bütt und ließ an der ganzen Fasnachterei nichts Gutes: "Die Macht der Doofen ist zu stark, als man sich dagegen wehren möchte". Mit dem Tanz "Das schaurig schöne Gruselballett" zeigten junge Rämässer noch einmal eine starke Leistung.

Zum Finale trafen sich alle Akteure wieder auf der Bühne. Ihnen und den Helfern im Hintergrund dankte Oberzunftmeister Ernst-Matthias Weber. Ruth und Hans-Dieter Volz griffen noch einmal mit dem Lied "Do geh’n m`r immer wieder hi" zum Mikrofon und animierten die Besucher zum Mitsingen, bevor die Tanzrunden eingeläutet wurden.

28. Februar 2011, Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.

Text und Bild von: Adelbert Mutz